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Deutsche Innungsbäcker

Von Fasnetsküchle und Mutzenmandeln


Fasching ist in vielen Gebieten Deutschlands eine ganz besondere Zeit; eine Zeit, in der ausgelassen gefeiert und noch einmal in Form von saisonalen Fettgebäcken zugeschlagen wird. Mit dem Ende der Faschingsperiode beginnt an Aschermittwoch die enthaltsame Zeit, in der viele Menschen eine Fastenruhe einlegen und auf bestimmte Lebensmittel, Alkohol und Fleisch verzichten.

Berliner Krapfen

Karneval, Fasching, Fasnet oder Fasnacht lauten die Bezeichnungen für die fünfte Jahreszeit, die mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Gebräuchen, vom Umzug bis zum Narrengericht, gefeiert wird.

Es ist das, wenn man so will, letzte „Über-die-Stränge-Schlagen“ vor der sechswöchigen Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch eingeläutet wird und im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest dient. Während in den meisten Orten im südwestdeutschen Raum und Teilen der Nordost- und Zentralschweiz die schwäbisch-alemannische Fasnet mit ersten Veranstaltungen erst nach Ende der weihnachtlichen Festtage am 6. Januar, dem Dreikönigstag, beginnt, wird im Rheinland traditionell bereits am 11. November des Vorjahres der Karneval angezählt.

Das letzte
„Über-die-Stränge-Schlagen“

Aber egal, wie die närrische Zeit nun bezeichnet wird, eines haben alle Hochburgen des Frohsinns und ausgelassenen Feierns gemeinsam: besondere, meist gehaltvolle Gebäcke, die in großen Mengen und in einer oft auf den ersten Blick undurchschaubaren Variantenvielfalt angeboten werden.

Wegen dieser saisonalen Spezialitäten müssen andere süße Gebäcke in den Auslagen der Bäckereien weichen. Fasnetsküchle, Mutzenmandeln, Pfannekuchen oder Krapfen warten in den närrisch dekorierten Auslagen der Innungsbäcker in ganz Deutschland rund um die Faschingszeit auf die Kunden. Aus dem Reigen dieser Gebäcke hat es lediglich der Faschingskrapfen oder Berliner ins Standardsortiment der Bäckereien geschafft. Während dieser über das Jahr mit ein, zwei Füllungen, meist klassisch mit Aprikosen-Fruchtaufstrich, angeboten wird, sind der Kreativität in der Faschingszeit keine Grenzen gesetzt.

Berliner Krapfen Pfannenkuchen
Was bitte sind Fasnetsküchle oder Mutzenmandeln.

Den Krapfen kennt jeder, aber was bitte sind Fasnetsküchle oder Mutzenmandeln, und in welcher Region sind sie beheimatet?

Unter Mutzenmandeln oder auch Mandelmutzen versteht der närrische Rheinländer kleine Gebäcke aus Mürbeteig, die als Tropfen, also in mandelähnlicher Form, gebacken werden. Der klassische Mürbeteig aus Mehl, Fett, Zucker, Vanillezucker, Eiern, einer Prise Salz und Backpulver wird in manchen Orten noch mit Marzipan oder Mandeln verfeinert.

Vom Teig werden dann tropfenförmige, kleine Nocken abgestochen und in heißem Fett ausgebacken. Nach der Hälfte der Garzeit werden die oben im Fett schwimmenden Tropfen gewendet.

Man lässt sie im Anschluss auf einem Küchenpapier abtropfen, bevor sie mit Puderzucker bestäubt werden. Es gibt neben dieser etwas aufwendigeren Art auch die Möglichkeit, mit Ausstechformen zu arbeiten, mit der man viele Mutzenmandeln auf einen Schwung herstellen kann.

Die schwäbischen Fasnetsküchle sind im Grunde genommen so etwas wie der kleine Bruder eines Krapfens, nur ohne Füllung. Sie werden als kleine Rechtecke geschnitten und im heißen Fett ausgebacken sowie abschließend in einem Zimtzucker gewälzt.

Fettgebäck in der eigenen Küche herzustellen, ist schon eine sehr aufwendige Arbeit. Wer aber dennoch nicht auf das Probieren solcher regionaler, saisonaler Leckereien verzichten möchte, der kann sich hier nach einem Innungsbäcker umschauen und nachfragen, welche Faschingsgebäcke angeboten werden. Helau oder Narri-Narro und eine schöne Faschingszeit!

Der Artikel "Von Fasnetsküchle und Mutzenmandeln" erschien am 8.2.2017 auf www.innungsbaecker.de.

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